Kanarische Inseln - La Palma
- Walter Blattmann
- vor 1 Tag
- 21 Min. Lesezeit
Die Isla Bonita, wie La Palma auch genannt wird ist ideal zum wandern und entspannen. Die Wege vom Kraterrand zu den Stränden sollen noch steiler sein als in La Gomera. Wir freuen uns auf die Caldera de Taburiente, auf den neuen Vulkan Tajogaite und auf eine hoffentlich wolkenfreie Sternennacht auf dem Roque de los Muchachos.

Überfahrt La Gomera-Teneriffa-La Palma (4.3.2026)
Die Nacht war stürmisch und der Wellengang laut. Der Wecker läutet "viel zu früh", auf jeden Fall ist es draussen noch dunkel. Wir schleichen aus dem Bett und Tamara wirft sich wohl wissend eine Übelkeitstablette rein. Als wir bei unserer Zwischenstation auf dem Weg nach La Gomea, in Teneriffa ankommen, sind wir bereits recht wachgerüttelt und die Sonne ist soeben aufgegangen.

Der Wetterbericht ist für die kommenden Tage kalt und nass. Das heisst, das auf den Vulkanen von La Palma bereits Glatteisgefahr auf den Kratern von rund 2500 Metern angemeldet ist. Auf dem Teide sehen wir den Neuschnee und wissen, dass der Wetterbericht wahrscheinlich recht hat.

Auf der Fahrt nach Teneriffa waren wir mit den Wellen gefahren. Nun geht es gegen die Wellen und diese sind 5 Meter hoch. Es werden bereits nach wenigen Minuten Tüten verteilt und auch rege benutzt. Tamara und ich konzentrieren uns und versuchen einen Punkt in der Ferne zu fixieren. Vorne ändert sich die Sicht zwischen Himmel und Meer. Seitwärts aus den Fenstern zu schauen ist nicht empfehlenswert. Wir kommen mit ungenutzten Tüten um 11 Uhr in Santa Cruz de la Palma an. Am Hafen angekommen werden alle Camper von der Polizei kontrolliert. Türen werden geöffnet und die Drogenhunde schnüffeln rum. Beim Nachbarcamper finden sie eine verdächtige Tasche, bei der der Hund angibt. Da nun alle beschäftigt sind, werden wir schneller abgefertigt. Wir zwei Pensionierte wirken eben wie «die Millers». 😊

Am Strand, nur 5 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, finden wir einen Parkplatz. Der Wind ist stark und der schwarze Sand bleibt mit der Gischt an unserem Auto hängen. Der Regenbogen und der sich langsam beruhigende Magen lassen mich das verschmutzte Auto jedoch vergessen.
In Santa Cruz de la Palma sind die Häuser aus der Renaissance und auch aus der Kolonialzeit. Der Reichtum der Häuser sieht man an den aufwändig geschnitzten Balkonen.
Auch Händler, welche nach Kuba auszogen, um Handel zu betreiben, kamen wieder nach La Palma zurück und zeigten gerne, dass sie erfolgreich waren. Der Wohlstand ist hier gut zu sehen. Die hübschen Geschäfte laden zum Einkaufen ein. Diese Einladung muss uns nicht zweimal gesagt werden. 😊
Der sehr breite und schwarze Sandstrand lässt erahnen, dass hier während den Sommermonaten viele Gäste verweilen. Aktuell sind nur ein paar wenige am Baden.

Mitten in der Stadt steht ein grosses Holzschiff. Dieses wird für ein Schauspiel der besonderen Art verwendet. Alle 5 Jahre findet dieses Fest statt. Als Persönlichkeiten verkleidete Tänzer erscheinen und singen der weissen Jungfrau Lieder. Dann ändert die Musik und die Männer «verwandeln» sich hinter dem Vorhang zu Zwergen die Polka tanzen. Das muss recht aufregend sein. Ich bin jedoch nicht ganz drausgekommen, was der Grund des Festes ist. Die älteste Überlieferung des Tanzes der Zwerge kommt aus dem Jahr 1833. Dort tanzten 6 Zwerginnen und 6 Zwerge an einer Gedenkfeier und die Presse machte dieses Ereignis zu einem unvergesslichen Ereignis.

Dicke Wolken ziehen auf und der Regen prasselt uns in den Schlaf.
Vulkan Tajogaite – erst 2021 ausgebrochen (5.3.2026)
Auch hier in La Palma hat es einen Riss in der Erdkruste. Dieser Riss zieht sich vom Norden in den Süden entlang der Vulkane. Tajogaite ist der jüngste Vulkan mit einem Ausbruch im 2021. Der Ausbruch dauerte nur 3 Monate. Der Vulkan Tacande hat in dieser Region bereits über mehrere Jahre gewütet 1470-1492. Dann hat San Juan im Jahre 1949 seinen Teil dazu beigetragen, dass die Landschaft hier so aussieht. Bei den jüngsten Vulkanausbrüchen verlief die Lava bis ins Meer. Um dieses Spektakel zu sehen fahren wir zuerst zum Mirador del Tajogaite. Die Fahrt dorthin verläuft zwischen Kiefernwäldern und schwarzem Vulkansand.

Wir laufen zum Mirador und geniessen die Aussicht auf den jungen aber mit seinen 600 Höhenmetern, doch stattlichen Vulkan. Die Aussicht ist der Hammer und die Sonne scheint am Morgen optimal für einige tollen Fotos. An einigen Stellen kommen noch heisse Gase aus dem Vulkan. Besteigen darf man den Tajogaite nur mit Führer.

Danach laufen wir durch den Kiefernwald und lernen, warum ausgerechnet auf den Vulkanen die Kiefern so schnell wieder wachsen. Die Kiefernzapfen sind extrem robust und passen ihre Form aktiv an die Temperaturen an. Die massiven Schuppen schützen den Kern und darum siedelt er sich bereits bei heissen Temperaturen wieder an.
Nun geht die Fahrt weiter auf den Vulkankrater, zum Mirador La Cumbrecita. Am Fuss des Vulkans merken wir, dass es eine Bewilligung braucht, weil es nur wenige Parkplätze auf dem Kraterrand hat. Wir gehören bereits in die Kategorie Bus und erhalten erst um 15.45 einen Timeslot bis 19 Uhr. Die Fahrt auf den Kraterrand ist aufregend. Nicht nur wegen der schönen Aussicht, sondern auch wegen den schmalen Strassen. Und prompt kommt ein Touristenbus um die Ecke gerauscht. Die Regel heisst, «wer zuerst fährt muss zurücksetzen». Der Bus hat viel Erfahrung und findet für unser Kreuzmanöver eine Lösung.
Oben angekommen mache ich einige Fotos. Zwei Leute bestaunen unseren Van und wir kommen mit ihnen ins Gespräch. Sie haben viele Fragen und haben schon einige Reisen getätigt. Nun sind sie über 70 und haben 4 Kinder und 10 Enkel. Ich tausche die E-Mailadresse mit dem Geologie studierten Chemielehrer Murry, weil ich immer wieder Fragen habe zu diesem Thema. Seine Ehefrau Mo ist Geschichtslehrerin und sie wohnen in Neuseeland. Seit Jahren verbringen sie ihren Winter hier auf den Kanarischen Inseln. Cool, solche Leute kennen gelernt zu haben. So kann ich endlich mit meinen Fragen eine kompetente Person anspreche 😄.
Zum Mirador La Cumbrecita geht es steil in den Krater hinunter. Die Aussicht auf die Caldera de Taburiente ist gigantisch. Der Durchmesser ist rund 10 km und der Umfang 28 km. Der Höchste Punkt ist 2426 Meter über Meer.
Immer wieder sehen wir Gesteinsformationen mit Lava Fugen, welche aus Rissen strömte und aus härterem Material bestehen. Diese hinterlassen bei Erosion die schönsten Muster und Mauern.
Danach laufen wir durch den Kiefernwald zum Mirador de Los Roques. Der innere Kraterrand ist steil und die Wege schmal. Die Aussicht ist immer wieder umwerfend. Wegen den Fotostopps brauchen wir sicher dreimal so lange für die gleiche Wanderstrecke.
Am Aussichtspunkt angekommen scheint die Sonne immer noch, obwohl es bereits Abend ist. Die Beine sind jetzt langsam etwas müde und es werden heute noch insgesamt 13’000 Schritte.
Auf dem Rückweg sehen wir noch einen schönen Regenbogen. Diese siehst du auf La Palma immer wieder, weil das Wetter sehr wechselhaft ist. Auf dem Weg zum Schlafplatz waschen wir den schwarzen Sand und das Moos aus dem Regenwald. Ich hatte schon schlechtere Plätze, an denen ich mein Auto gewaschen habe. 😊

In Los Llanos treffen wir Werner und Gaby auf dem gleichen Schlafplatz. Sie werden Morgen den Tajogaite (2021) mit einem Führer besteigen. Das tönt sehr spannend, aber wir wollen ja auch noch einige Dinge offen lassen für unsere nächste Reise nach La Palma.
Los Llanos-Playa de Tazacorte- La Bombilla – Puerto Naos (6.3.2026)
Auf dem Parkplatz von Los Llanos hat es sehr viele Dauercamper aus Spanien. Die Strasse ist gesäumt mit Wohnwagen und Wohnmobilen. Teilweise sind die Gehsteige als Vorgarten umfunktioniert worden. Als wir vorbeilaufen, springt mich ein Dackel von hinten an und beisst mir in die Wade. Ich erschrecke, aber die Jeans hat die kleinen Zähne aufgehalten. Die Frau entschuldigt sich und meint, ich solle doch auf der Strasse laufen.

In Los Llanos angekommen schlendern wir etwas durch die Gassen und lassen uns treiben. Los Llanos wird von einer geraden Strasse durchquert. Das ist vom Mirador el Time sehr gut ersichtlich.

Anschliessend kaufen wir ein und fahren an den Strand nach Playa de Tazacorte. Dieser schwarze Sandstrand liegt am Ende der Caldera Schlucht, welche direkt in den Krater führt.

Beim Blick über das Flussbett in das Kratertal entdecken wir rechts einige Felsenwohnungen. Ich frage mich immer wieder, wie weit diese bewilligt sind oder «langjährig entstanden» und aus Gewohnheit toleriert werden. Bei einem Haus sieht man gut, dass es sich lohnt vorher die Felsen zu überprüfen, die sich eventuell lösen könnten…
Vom Hafen aus sehen wir die Auswirkungen des jüngsten Vulkanausbruchs aus grosser Distanz. Links oben steht der «kleine» Übertäter und hat in nur 85 Tagen ganze Dörfer ausgelöscht. Es kam ‚nur‘ ein Mensch ums Leben, diese wurden aber von ihrem Besitz getrennt.
Von den rund 3000 Häusern, welche durch den Vulkanausbruch verschüttet wurden, waren nur 1300 offiziell im Kataster eingetragen und bewilligt. Teilweise sind die Häuser bis zu 75 Meter unter der Lavadecke begraben.
Auf dem Weg machen wir noch einen Fotostopp am Mirador de Las Hoyas. Von dort sehen wir auf die Lava vom Jahr 2021.

Nun fahren wir spontan nach La Bombilla. Scheinbar ist das eine Stadt, die nach dem Kraterausbruch 1949 in dieser Lavabucht entstanden ist. Zuerst sind wir nicht sicher, ob wir die schmale Strasse hinunter zum Strand fahren dürfen. Die Frau auf der Terrasse malt auf einer Leinwand und winkt uns ermuntern zu. Tamara und ich sind überrascht. Alle Strassen sind aus schwarzem Sand und die Stadt ist in eine Lavazungenbucht eingebettet. Bauvorschriften gibt es hier sicherlich nicht...
An der Dorfbar genehmigen wir uns noch einen Drink zum Sonnenuntergang. Die Stimmung ist easy, chillig und etwas aufregend.
Es ist ja noch nicht so spät und darum fahren wir wieder zurück nach Playa de Tazacorte und essen dort in einem Fischrestaurant. An diesem Ort einen Fisch zu essen, haben uns das Paar aus Neuseeland empfohlen.

Zum Schlafen fahren wir im Dunkel nach Puerto Naos. Der Platz ist etwas schief, aber sehr ruhig. Morgen sehen wir sicher, wo wir geparkt haben.
Mercadillo del Agricultor (7.3.2026)
Am Morgen sehen wir, wo wir geparkt hatten. Es ist ein riesiger Platz zwischen dem Sandstrand von Naos und der Bananenplantage am Fuss des Kraters. Plusminus 2 Grad Neigung sind für unser Wohlbefinden absolut in Ordnung. Hier waren es eher 3-4 Grad. Das ist dann etwa die Schmerzgrenze.

Auf dem Weg zum Strand sehen wir das Wohnmobil von Werner und Gaby. Sie haben den besten und vor allem geradesten Platz in Puerto Naos. Nun besuchen wir den Stadtstrand. Links ist die Promenade gesperrt, weil hier eine Welle den Weg unterspült und zu Einsturz gebracht hat. Rechts hat es einen grossen Zaun, der die Hälfte des Dorfes absperrt. Auf der Warntafel ist zu lesen, dass die Kohlendioxydbelastung in diesem Stadtteil zu hoch ist und darum nicht zugänglich. Erst jetzt fallen uns die Gasdetektoren an den Strassenlampen auf. Scheinbar ist es so, dass immer noch Gase vom Vulkan die Gegend unsicher machen und darum ein Alarm erklingt, sobald die Grenzwerte überschritten sind. Die Gebäude sind sehr hoch gebaut. Hier muss es sehr viele Feriengäste haben, wenn alle Appartements bewohnt sind. Aktuell ist der Strand angenehm leer und die Temperaturen über 20 Grad.
Am Nachmittag fahren wir los zum Bauernmarkt (Mercadillo del Agricultor) in Puntagorda. Heute ist dort auch noch die Beerdigung der Sardine,was ein Symbol für das Ende des Karnevals im Dorf bedeutet. Auf dem Weg fahren wir durch die Lavafelder des Tajogaite im Gebiet Todoque. Nach dem Vulkanausbruch im 2021 waren hier viele Dörfer nicht mehr zugänglich. Darum wurde als erstes die Strassen durch die Lavafelder gebaut. Sehr strapaziös für die Baumaschinen und die durchtrennten Lavazungen sind sehr eindrücklich.

Auf dem Mirador el Time machen wir halt und schauen uns nochmals die Auswirkungen des Vulkanausbruches an. In nur 85 Tagen zerstörte die Lava des Tajogaite 1200 Hektaren (ha). Das entspricht rund 2400 Fussballfelder). Im Vergleich dazu der Vulkanausbruch Mount Saint Helens am 18.5.1980 in der Nähe von Washington. Da gab es eine explosive Eruption mit einer Dauer von nur 9 Stunden. Der ursprüngliche Vulkan wurde dadurch um 500 Meter kleiner und verwüstete eine Fläche von 15 Kilometer im Umkreis (rund 700 km2=70'000 ha). Es ist unvorstellbar, wie diffizil unsere Welt ist, wenn wir bedenken, dass die Erdkruste in den Meeren rund 20km dick ist und die Dicke unter Kontinenten 30-50km beträgt. Gott sei Dank funktioniert hier auf der Welt so vieles. Hier der Ausblick vom El Time auf den Tajogaite.
Am Bauernmarkt angekommen sind wir überrascht. Es ist eine moderne Markthalle, in der die lokalen Produzenten regelmässig ihre Produkte anbieten oder einen fixen Stand haben. So wie der Turiner Glace und Kaffeehersteller mit dem Tamara noch etwas plaudert. Nach dem Einkauf ist es bereits 19 Uhr und der Markt schliesst. Die Musik draussen auf dem Platz gibt ihr Bestes bei den tiefen Bergtemperaturen von nur 10 Grad. Darum gehen viele Besucher auch vor der Beerigung der Sardine nach Hause. Dieser Brauch proklamiert das Ende des Karnevals im Dorf.
Den Sonnenuntergang geniessen Tamara und ich am Mirador de Iszagua. Die Aussicht ins Tal ist in der Abenddämmerung trotz den frostigen Temperaturen sehr herzerwärmend.
Auf dem Wanderparkplatz in Las Tricias wollen wir schlafen. Dort ist es aber so eng, dass wir in einer Seitenstrasse im Wald parken und ruhig schlafen.
Ureinwohner von den Kanarischen Inseln (8.3.2026)
Die Wanderung zu den Cuevas de Buracas dauert rund 2-3 Stunden. Es sind 400 Höhenmeter runter und 400 Höhenmeter (Gefühlt 800 😊 ) rauf. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall. Die Blumen sind zu dieser Jahreszeit eine Augenweide und erfreuen uns mit den frohen Farben.
Auch die Tiere unterwegs fallen auf diesem Weg besonders auf. Riesenkäfer laufen über den Weg. Der sogenannte Ölkäfer kann es auch gelassen nehmen. Der einzige Feind ist Herzstillstand oder der Hunger. Wer auf ihn beisst oder ihn verschlingt stirbt. Wenn ein Tourist zu nah kommt und er sich bedroht fühlt, stösst er aus dem Beigelenk ein öliges Sekret, das Gift enthält. Das bedeutet auch, dass du schnell vom Strassenrand weggehen musst, wenn ein Auto so einen fetten Käfer überfährt. Ich stelle mir vor, dass das schon mal weit spritzen kann.

Die Gallotia oder auch Blaubartechse genannt wird bis 25 cm lang. Währed der Paarungszeit haben sie die schönen blauen Bärte und die blauen Flecken auf der Seite. Diese Echsen sind ungefährlich, solange sie dich nicht mit einer Echsin verwechseln😊.

Der Name des Turmfalken (Falco tinninculus) erinnert mich etwas an den Türöffungsspruch von Harry Potter, aber beim «googeln» sehe ich, dass der «alohomora» heisst. Als Vogelvan ist mir der Falke schon ein paarmal aufgefallen. Er ist auch schon auf unserem Wagen gesessen und hat sich dann auf seine Beute gestürzt.

Übrigens gibt es nur den Hundertfüssler «Ciempies» und die Portugiesische Galeere (Qualle), welche wirklich giftig sind. Es gibt trotz den vielen Echsen keine giftigen Schlangen.
Der Weg, welcher aussieht wie erkaltete Lava, führt uns zur Schlucht, wo die einheimischen Völker gelebt haben. Die Aussicht ist atemberaubend schön und ich würde mich auch hier ansiedeln wollen.
Auf dem Weg treffen wir immer wieder die beeindruckenden Drachenbäume an. Sie sind geschützt und werden im deser Region besonders alt. Einige werden zwischen 600-700 Jahren geschätzt.

In der Schlucht angekommen, sind wir von der Blumenpracht überwältigt. Es hat Quellen, welche aus den Felsen sprudeln und natürliche Höhlen, welche von den Ureinwohnern als Wohnungen genutzt wurden.

Die Berberstämme liessen sich hier nieder als Ureinwohner von Altkanarien. Sie hiessen Benahoaritas oder Auritas und wohnten bis ins 15te Jahrhundert in Höhlen. Sie werden auch auf anderen Inseln als Guanchen bezeichnet. Am höchsten Punkt des Felsendorfes hat es Felsengravuren. Diese sind bis heute nicht entziffert. Es könnte sich jedoch wegen dem Standort um einen rituellen Ort handeln. Auch dieses Volk wurde hauptsächlich ausgerottet oder versklavt. Nur wenige vermischten sich mit den Kolonialisten und Kolonialistinnen.
Der Aufstieg aus der Schlucht ist ein Abenteuer. Der Weg ist steil, schmal und führt teilweise an selbsternannten «Ferienhäuschen» vorbei.
Wieder in Las Tricias setzen wir uns auf die Terrasse beim Restaurant Camu Camu in der Nähe der Kirche und geniessen bei einem guten Nachtessen die Aussicht. Das Wetter in den Bergen ist kühl und regnerisch. Darum fahren wir eine Stunde in den Süden an den gleichen Platz in Puerto Naos. Der perfekte Platz von Gaby und Werner wird jetzt von uns besetzt 😄. Hier wollen wir ein paar Tage ausspannen. Die letzten Tage waren etwas intensiv und unsere Wasserpumpe ist am Ende ihrer Lebensfreude. Die muss geflickt oder ausgetauscht werden.
Es ist aufwändig die Strassen durch das Lavagestein zu fräsen. Dabei sehen wir immer wieder die unterschiedlichsten Gesteinsschichten.
Auf der Rückfahrt nach Puerto Naos begrüsst uns auch noch ein Regenbogen beim Vulkan Tajogaite.

Puerto Naos (9.3.2026)
Wir schlafen traumhaft und wachen bei schönstem Sonnenwetter auf. Nun werden einige Termine für die Vorbereitung unseres Fahrzeuges nach Südamerika abgemacht. Auch die ärztlichen Kontrolltermine, Impftermine, usw. müssen vereinbart werden.
Tamara macht noch etwas Sport und ich schreibe etwas am Blog.
Heute haben wir die wichtigsten Termine für die Vorbereitung des Fahrzeuges für die Südamerikareise fixiert. Sogar einen Anbieter für eine Vollkasko in Südamerika gefunden. Heute haben wir Lust die Route zu planen für die erste Etappe vom Sept 26-Apr27. Dann teste ich nochmals die Tauchpumpe und stelle fest, dass die Schläge der Offroadpiste vermutlich das Sieb an den Propeller gedrückt hat. Auf jeden Fall sieht es so aus, als ob sich der Propeller am Sieb «heissgelaufen» hat. Ich ersetze die Pumpe innert wenigen Minuten, weil ich bereits einige Pumpen in den fast zwei Jahren auf unserer Reise ersetzt habe.

Am Abend zieht es uns an den Strand und wir geniessen den schönen Sonnenuntergang. Ich habe noch niemanden kennen gelernt, der gesagt hat «Sonnenuntergänge habe ich bereits genug gesehen, ich komme nicht an den Strand». Sonnenuntergänge erfüllen mich mit Ehrfurcht und Dankbarkeit. Es wurde mir wieder ein Tag in meinem Leben geschenkt und so Gott will werde ich wie die Sonne morgen wieder aufstehen.

Abschiedsessen Chipi Chipi (10.3.2026)
Hier an der Puerto Naos gefällt es uns sehr gut. Das Wetter ist hier über 20 Grad und lädt zu einem Strandtag ein. Tamara saugt das Vitamin D wie ein Schwamm auf und liegt am Nachmittag am Strand.
Ich bleibe im Camper und erledige etwas Administration und schaue immer wieder dem Turmfalken zu, wie er auf der Jagt ist.

Heute ist der letzte Tag von Gaby und Werner auf La Palma. Darum treffen wir uns im Chipichipi restaurant, welches auf der anderen Seite der Insel ist. Dort soll es regnen und nur 10-13 Grad sein.
Beim Dorfausgang von Puerto Naos steht die Polizei. Ich habe alles richtig gemacht und sie halten mich an. Er streckt mir eine Plastiktüte entgegen und ich weiss nicht, was das ist. Er sagt auf spanisch «öffnen» und erst jetzt erkenne ich den Aufsatz: Ich muss blasen. Scheinbar habe ich hinter dem Steuer so glücklich ausgesehen, dass der Polizist gedacht hat, der muss doch getrunken haben😊. Mit 0.00 Promille fahren wir weiter. Auf der Fahrt sehen wir, wie die Wolken versuchen über die Caldera zu kommen. Der Wind und die starke Sonne halten sie jedoch ab.

Je näher wir dem Gebirge kommen, desto klarer wird, dass der Regen naht. Immer wieder sind Regenbogen zu sehen und die Wolken werden dichter.

Wir freuen uns Gaby und Werner wieder zu treffen. Es sind Deutsche «aber trotzdem nett»😊. Das ist ein Running Gag mit Werner und Gaby, weil sie das so im Spass von uns Schweizern sagen. Im Restaurant bestellen alle etwas Einheimisches. Ich riskiere nichts und nehme das 0.5 kg Steak auf dem heissen Stein. Der Abend ist wieder lustig und spannend. Um 22 Uhr gehen wir schlafen, weil wir morgen noch mit Werner unsere Truma Heizung testen wollen, woran es mit den Fehlermeldungen liegen könnte. Er steht jeweils um 6.30 auf und wir um 10 Uhr. Darum stellen wir den inneren Wecker.
Weg der Vulkane - San Antonio (11.3.2026)
Gut ausgeruht versuchen wir die Fehlermeldung der Truma Heizung zu identifizieren. Leider ohne Erfolg. Wir müssen wohl oder übel in die Werkstatt gehen. Wir verabschieden uns herzlich und werden die Einladung Gaby und Werner in Deutschland zu besuchen, gerne im Sommer annehmen.
Tamara und ich gehen nochmals ins Bett, weil wir so früh aufgestanden sind. 😊 Nein, das machen wir nicht. Noch vor 12 Uhr machen wir uns auf den Weg um Wasser zu tanken und die Pneus zu pumpen. Ich fahre seit Fuerteventura mit 4.2 Bar rum und fülle vorne auf 4.7 Bar und hinten auf 5.2 Bar auf. Der Abrieb ist bedeutend kleiner und Offroad Pisten sollten heute keine erfolgen.
Heute wird wieder einmal ein Vulkantag. Vom Hauptvulkan auf La Palma, der über 2500 Meter hoch ist, erstreckt sich nach Süden ein Vulkan nach dem anderen. Der Riss in der Erdkruste geht von Grönland bis Kapverde. Auch der Vulkan San Antonio (1677) liegt auf dieser Achse der Vulkane. Heute besuchen wir diesen Vulkan und das Visitor Center. Zuvor denke ich noch, dass der Wind nicht so stark ist und ein Drohnenflug Spass machen könnte. Auf 120 Meter blasen die Böen so stark, dass die Drohne Richtung Meer driftet. Ich schaffe es die Drohne auf 20 Meter runterzubringen und sicher «nach Hause» zu fliegen.

Im Jahr 1971 brach der Teneguia und bedeckte beinahe die komplette Lavalandschaft des San Antonio. Die Aussicht von hier Richtung südlichster Punkt der Insel ist fantastisch.
Der Weg zum Leuchtturm geht steil hinunter und führt durch zahlreiche Bananenplantagen hindurch. Die Blumen im schwarzen Vulkansand leuchten in der Abendsonne. Heute werden wir beim Leutturm parken und die Abendsonne geniessen.
Am südlichsten Punkt von La Palma angekommen finden wir einen tollen Parkplatz direkt am Meer mit Aussicht auf den alten und den neuen Leuchtturm. Der alte Leuchtturm ist 12 Meter hoch und aus dem Jahr 1898. Er hat den Vulkanausbruch von 1971 überlebt. 1985 ersetzte der 24 Meter Turm den alten, weil er nicht mehr den technischen Anforderungen entsprach.

Die Aussicht vom Leuchtturm zeigt nochmals die Vulkane im Süden von La Palma. Ein Vulkan reiht sich hinter dem nächsten. Die Stimmung bei Sonnenuntergang ist beruhigend und die Zeit verlangsamt sich.

Bevor die Sonne untergeht, besuchen wir die Salina von Fuencaliente. Hier wird noch wie in alten Zeiten das Meerwasser in das oberste Becken gepumpt und dann in mehreren Zyklen durch die Terrassenbäder geschleust. Bis am Ende in den kleinen Bädern das Meerwasser einen grossen Salzgehalt hat und dort von der Sonne getrocknet wird. Scheinbar bieten die Bäder Nahrung für kleine Krebse und Vögel, was dazu führt, dass das Wasser je nach Saison rötlich wird und sogar Flamingos hier einen Lunch Stopp einlegen.
Der Sonnenuntergang über den Salinen ist ein einzigartiges Spektakel. In der Saline hat es auch ein Restaurant mit einer Roof top Bar, auf der wir die Aussicht über die Salinen geniessen.

Süd-Ostseite von La Palma-Fuencaliente (12.3.2026)
Die Nacht war ruhig und der Wellengang regelmässig. Darum stehen wir ausgeruht auf. Nach dem Frühstück, lesen wir die Bibel, beten zusammen. Dann macht Tamara Sport und ich entdecke das nähere Umfeld mit dem Fotoapparat. Ich klettere auf den Lavafelsen im Meer und geniesse von dort die Aussicht. Anschliessend schlendere ich über den Dorfstrand und sehe mir die Steine an. Als ich mit 4 Steinen in der Hand wieder zurücklaufe, meint ein Einheimischer, der soeben mit der Harpune aus dem Meer gestiegen ist, dass ich auch die anderen Steine mitnehmen soll, es hätte genug am Strand. Bin nicht sicher, ob er mein Interesse an den Steinen wirklich versteht... Ich wäre bei diesen Temperaturen auch nicht tauchen gegangen. So sind wir alle unterschiedlich. Die 4 Steine werden in meinem Geheimfach im Kofferraum versteckt.
Die Playa de Echentive gibt es erst seit 1971. Darum wird er auch der neue Strand genannt. Der Strand ist fast 300 Meter lang und hat an der Felsenwand 3 Weiher, welche auch bei stürmischer See zum Baden einladen. Unten an am Kraterrand gibt es einen Stolleneingang, der zu einer warmen Quelle führt. Erst 2005 wurde er auf Grund von Überlieferungen wieder gefunden. Scheinbar soll die «Heilige Quelle» vom Vulkan San Antonio im Jahr 1677 verschüttet worden sein. Einige Investoren planten ein Thermalbad zu bauen. «Mañiana» hat aber gewonnen und bis heute ist es nicht umgesetzt.
Der Strand ist einer der schönsten, welche wir auf der Insel gesehen haben. Breiter Sandstrand mit nicht hohen Wellen und im Hintergrund die gewaltigen Felsenmassive von zwei Vulkanausbrüchen. Entsprechend spannend sind auch die Farben der Steine. Diverse Mineralien und Erze sind in den farbigen Steinen sichtbar und erzählen eine Geschichte.

Die Schwimmweiher an den Felsen sehen aus wie Oasen. Das blaue Meer, der schwarze Strand und die farbigen Felsen geben den türkisfarbenen Seen die entsprechende Leuchtstärke. Es sieht gewaltig aus.
Die Fahrt geht weiter durch den Vulkanstaub. In dieser Jahreszeit blühen die Sträucher mit ihren Blumen im schwarzen Sand.

An der Playa de Punta Larga begrüsst uns beim Dorfeingang ein Parkverbotschild für Camper. So parken wir bei den offiziellen Picknickplätzen oben am Dorf auf der Klippe. Immer wieder hat es hier auf den Inseln Grillstellen mit Abwaschmöglichkeit von den Gemeinden zur Verfügung gestellt. Dort essen wir unser Mittagessen mit toller Aussicht auf den Badestrand und die natürlichen Pools in den Felsen links und rechts vom Strand.

Die natürlichen Pools haben von oben eher niedlich ausgesehen. In der Nähe sehen wir die gewaltige Felslandschaft, die hier von Vulkanen geformt worden ist.
Tamara wird es mit den Krebsen etwas zu bunt und die Fantasie macht ihre eigenen Geschichten. Die farbenfrohen Krebse beim Essen zu beobachten ist schon etwas Besonderes. Die Krebse picken von den Felsen die Nahrung mit den grossen Zangen und führen es abwechslungsweise zum Mund. Ganze Krebssippen besetzen die Steine. Es ist ganz klar, wer der Chef ist: Der mit dem rötesten Kopf😊

Der Küste Fuencaliente weiter nach Norden folgend, kommen wir zur Playa La Zamora. Hier trinken wir etwas Kühles im Kiosko La Zamora. Von hier ist die Aussicht auf den schwarzen Sandstrand fantastisch.

Danach steigen wir zu den natürlichen Schwimmpools den Felsen hinunter. Dort verbringen wir etwas Zeit und ich fotografiere die hübschen «Krebse» auf den Felsen.
Langsam nähern wir uns wieder Puerto Naos und fahren durch die Vulkanwüste vom Jahr 2021. Überall stehen noch Bagger rum, welche die verschüttete Region wieder bewohnbar machen.

Einmal mehr geniessen wir hier die Aussicht auf den Vulkan Tajogaite im Licht des späten Nachmittags.

Pünktlich zum Sonnenuntergang stehen wir wieder am gleichen Platz am Strand in Puerto Naos.

Roque de Los Muchachos (13.3.2026)
Den Morgen geniessen wir noch in Puerto Naos bei rund 23 Grad. Es ist windstill und eigentlich ein optimaler Badetag. Trotzdem machen wir uns auf den Weg zum Roque de Los Muchachos. Heute ist unser zweitletzter Tag in La Palma und den höchsten Punkt auf dieser Insel wollen wir noch besuchen. Am ersten Tag auf der Insel war die Strasse wegen Schnee gesperrt. Heute sollte sie frei sein. Der Strassenbau hier auf La Palma ist recht anspruchsvoll, weil in den meisten Fällen das Vulkangestein bearbeitet und der Steinfall vermieden werden soll.

Die Fahrt dauert rund 2 Stunden, obwohl die Luftlinie wenige Kilometer beträgt. Denn es geht den Kraterrand hoch, dem Kraterrand entlang, dann in ein Kratertal und wieder hoch. Die Temperaturen wechseln von 23 Grad auf nur noch 9 Grad. Der Gipfel des Vulkans ist auf 2426 Meter über Meer.
Auf dem Weg fahren wir noch an der Sternwarte von La Palma vorbei. Dieses Observatorium umfasst mehrere Sternwarten mit acht Teleskopen. Hier lohnt es sich zu lesen, wenn dich interessiert, welchen Beitrag Supernova-Überreste und Dunkle Materie zur kosmischen Strahlung leisten. Hier wird daran geforscht.

Auf dem höchsten Punkt der Insel finden wir den perfekten Parkplatz. Das ist bei einer Gesamtzahl von nur etwa 20 Autos doch eher erfreulich. Der Schnee begrüsst uns an wenigen Stellen.
Erster Eindruck in der Abendsonne mit den farbigen Felsen ist umwerfend schön.
Ein steiler Weg an den äussersten Punkt des Roque de Los Muchachos fordert höchste Selbstüberwindung für Tamara mit der Höhenangst. Die Aussicht lohnt sich jedoch und die besonderen kanarischen Raben sind auch schon dort. Heute ist Calima und darum wirkt alles etwas dunstig, obwohl die Sonne scheint.
Viele kommen erst jetzt auf den Vulkan, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Wir entscheiden uns noch etwas dem Kraterrand entlangzufahren. Das ist ein spektakulärer Weg mit Felsen in den verschiedensten Farben. Noch nie habe ich so viele Felsabbrüche und volle Steinauffangnetze gesehen. Immer wieder liegen auch kleinere und grössere Steine auf der Strasse.
Ab und zu halten wir an, um die Aussicht auf das Nebelmeer und den äusseren Kraterrand zu geniessen.
Es ist schon dunkel und wir fahren den Kraterrand hinunter bis zum Meer. Morgen früh wissen wir, wo wir geparkt haben. Es heisst hier La Fajana und es soll tolle Naturbäder haben.
Naturbäder im Norden (14.3.2026)
Die Nacht war ruhig und wir schlafen heute bis 10 Uhr. Nach unserem Morgenprogramm machen wir uns auf den Weg. In La Fajana gibt es eine riesige Badeanstalt am Meer. Heute behalten wir die Kleider an und vergessen auch das Schnorcheln.

Die Anlage ist wunderschön in die Felsen eingebettet. Es hat viele Parkplätze und Picknick Stellen. Die Bäder sind in die Vulkanlandschaft eingebettet und werden natürlich gespiesen. In den Schwimmbecken hat es dadurch sogar Fische.

Ein kleines Mittagessen mit lokalen Köstlichkeiten genehmigen wir uns auf der Terrasse. Tintenfisch auf die Art von Galizien.

Es ist schwierig die komplette Anlage auf einem Foto festzuhalten. Felsenbäder und Schwimmbecken sind kunstvoll in die Küstenlandschaft eingebettet.
Die Felsenbäder sind imposant, bei diesem Wellengang jedoch nicht zu empfehlen. Tamara und ich fragen uns auch, ob die vielen roten Krebsfamilien in der Hauptbadesaison auch hier sind. 😊
Auf dem Weg nach Charco Azul staunen wir über die Nordküste von La Palma. Nur im Urwald von Australien haben wir es üppiger empfunden. Auch die Lavazungen, welche sich ins Meer ergiessen sehen faszinierend aus.
Im Norden von La Palma werden Bananen angebaut trotz der steilen Hänge. So wie wir Trauben anbauen, so sind alle Terrassen und Flächen mit Bananenstauden bewachsen.
Durch die Bananenplantagen fahren wir gemächlich. Ich habe noch nie so viele Bananen auf einen Blick gesehen wie hier in La Palma. Viele wären auch in Griffnähe aber so etwas machen wir heute nicht. Wir parken neben einem Bananenfeld. Wo auch sonst?
In Charco Azul ist es immer noch 18 Grad und leider kein Badewetter. Darum machen wir einen Spaziergang am Strand entlang. Es haben schon einige versucht hier am Strand etwas zu bauen. Das Vulkangestein ist jedoch sehr «bröcklig» und darum sind auch einige Stützmauern bereits im Meer. Von Charco Azul aus gibt es eine hübsche Promenade bis nach San Andres, das wie später noch besuchen wollen.
Die Badeanlage ist um ein Vielfaches kleiner, aber auch hübsch zu anschauen und sicher noch schöner im Sommer zum Baden.
San Andres ist ein idyllisches Dorf inmitten von Bananen am Meer. Inmitten heisst, dass San Andres umzingelt ist, von riesigen Bananenplantagen. In jeder nichtbebauten Parzelle im Dorf, stehen Bananenstauden. In diesem Dorf hat es drei Kirchen, eine davon ist aus dem Mittelalter und soll die älteste auf den Kanaren sein.
Wir fahren bis in die Nacht und schlafen ca. 20 Minuten ausserhalb von Santa Cruz. Es ist heute Samstag und da feuert doch manche Gruppe gerne am Strand. Die Playa de Nugales ist weit entfernt von der Zivilisation und wir hoffen dort einen ruhigen Platz zu finden. Die Tafel am Strand ist vor 2 Jahren beschriftet worden, aber seit dann soll hier alles in Ordnung sein.

Überfahrt nach Teneriffa (15.3.2026)
Gestern wurde unsere Anschlussfähre nach El Hierro ersatzlos gestrichen. Diese haben wir vor 3 Wochen gebucht, weil früher keine Fähre möglich war. Scheinbar soll es nicht sein, dass wir El Hierro besuchen. Zusätzlich hat KI gesagt, dass El Hierro sich um die Bonus-Insel handelt, wenn man bereits La Gomera und La Palma besucht hat. El Hierro sei einfach noch ruhiger und wilder. Darum lassen wir El Hierro vorbeischwimmen und bleiben eine Woche länger in Teneriffa bevor wir nach Gran Canaria fahren.
Bevor wir fahren, besuchen wir noch ein Highlight. Unser Schlafplatz liegt direkt an der Playa de Nogales. Bereits um 9 Uhr kommen die ersten Sonntagstouristen, um den Strand zu besuchen. Es ist nur knapp ein km Fussweg entlang der Küste bis zum Strand. Der Weg führt an ausgewaschenen Lavagesteinen vorbei. Die schwarzen Steine sind die härtesten und sind durch Lava, welche sich durch das Gestein drücken entstanden. Teilweise sind die schwarzen Spuren waagrecht und teilweise auch senkrecht. Am Fels entlang führt auch eine grosse Höhle in ein dunkles Loch ins Erdinnere. Ich traue mich nicht hinabzusteigen, weil der Sand dort doch recht rutschig ist.
Am schwarzen Strand angekommen zeigt sich auch die Sonne und scheint teilweise bereits in die Bucht. Der schwarze Sandstrand spiegelt und die bewachsenen Felsen sehen aus wie grüne Gärten.
Am liebsten würden wir noch ein Bad nehmen, aber unsere Fähre geht um 13 Uhr und wir fahren noch rund eine halbe Stunde bis zum Fährhafen. Die Fahrt zeigt uns nochmals auf, wie grün die Felsen bewachsen sind und die Täler sehen aus wie im Dschungel. Wir nähern uns der Kolonialstadt Santa Cruz de La Palma, welche vor uns am Horizont erscheint. Rechts der Vulkan und links der Atlantik. Die Stadt sieht aus dieser Perspektive besonders eindrücklich aus.

Zum Thema Kolonialstadt kommt mir noch etwas in den Sinn. Jemand hat auf einer Informationstafel das Wort «Nach der Eroberung» durchgestrichen und «Nach der Kolonialisierung» mit wasserfestem Filzstift hingeschrieben. Ich frage KI was der Unterschied ist: Ich denke nach…. . Ich denke noch etwas länger nach. Nach mehreren Minuten kommt «Derzeit kann keine Übersicht mit KI generiert werden. Bitte versuche es später noch einmal. Reddit.com nimmt zu diesem Thema kein Blatt vor den Mund.

Wir verlassen La Palma und sind begeistert von der grünen Insel. Es ist ein richtiges Wanderparadies für alle Fitnessstufen. Hier kannst du Höhenmeter sammeln oder Küstenwege und den Nebelwald entdecken. Ausgedehnte Wanderungen den Vulkanen entlang sind möglich oder auch anspruchsvolle Gratwanderungen auf der Caledera.
Bild Fähre
Tschüss Isla Bonita!


































































































































































































































































































































































































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