Schweiz Heimaturlaub
- tamarablattmann
- 25. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Vor eineinhalb Jahren haben wir unsere Reise gestartet. In dieser Zeit haben wir über 20 Länder besucht, spannende Menschen getroffen und wunderschöne Orte entdeckt.
Unsere Familie und Freunde ziehen uns immer wieder nach Hause. Darum erleben wir diesen Herbst und die Weihnachtszeit in der fantastischen Schweiz.

Tamara und ich haben uns nach 1,5 Jahren gefragt, ob wir es wieder so machen würden? Unsere Antwort heisst: Ja! Es war der richtige Zeitpunkt uns auf die Reise zu begeben und das Leben bewusster wahrzunehmen. Besitz und Arbeit haben wir durch Zeit und Dankbarkeit ersetzt. Das Schönste ist es, diese Zeit gemeinsam zu erleben.
Ankunft am Ägerisee im August
Die letzten Sommertage begrüssen uns bei der Ankunft. Der See ist noch warm und das SUP schnell aufgeblasen. Das Wiedersehen mit der Familie ist herzlich und wir freuen uns riesig alle wieder in die Arme zu nehmen. Unsere Freunde zu treffen und ihre Erlebnisse zu teilen bewegt unsere Herzen. Gute Beziehungen sind ein grosses Geschenk.
Auch das Wiedersehen in der www.egazh.ch fühlt sich so an, als ob wir nie weg gewesen wären.
Intensiver September
Mein Sohn hat mir eine Angelrute geschenkt, damit wir auf unserer Reise nicht verhungern ;-). In dieser Zeit, habe ich mich nicht getraut einen Fisch zu fangen, weil ich gar nicht gewusst hätte, was ich mit dem Fisch an der Angel anfangen soll. Vom Haken nehmen, töten und ausnehmen kannte ich nur aus der Theorie. Der schöne Fischertag hat mir Mut gemacht, die Rute auch auf der Reise mal zu nutzen. Die Ausbeute haben wir zusammen am Abend auf dem Grill verzehrt.
Vielleicht fragen sich einige Leser und Leserinnen, was eine Babyshower ist? Das ist ein Geburts-Vorfreude-Schwangerschaftsparty! Die engsten Freunde und Familie feiern das zukünftige Baby. Die fröhliche Überraschungsparty gelingt super.
Der Enkel lässt auch nicht mehr lange auf sich warten und kommt etwas früher als gedacht noch in derselben Nacht zur Welt - das war knapp mit der Babyshower-Party ;-).
Nach der ersten Freude, bereits nach 7 Tagen, zeigt das Thermometer über 38 Grad Fieber. Im Notfall wird eine Hirnhautentzündung und eine bakterielle Beckenbodenentzündung diagnostiziert. Diese Diagnose und mindestens eine Woche Antibiotika erschüttert unsere Familie. Neugeborene haben keine Immunabwehr und sind darum im ersten Monat besonders gefährdet. Am dritten Tag kommen die Ärzte verwirrt über die aktuellsten Testresultate. Alle können es kaum glauben. Unser Enkel sei vollständig gesund und die Familie könne nach Hause gehen. Es fällt uns ein Stein vom Herzen. Wie mit allen Ereignissen, haben wir die Wahl das Leben ohne oder mit Gott zu erklären. Wir sind Gott unendlich dankbar für dieses Geschenk!

Gutscheine für Wellness haben wir uns in den letzten Jahren aufgespart und lösen jetzt den Massage-Wellnesstag auf dem Rigi ein. Am Morgen ist der Nebel noch dicht und nach dem ersten Apéro ändert sich das Wetter:-). Das Tagesmotto heisst "dankbar geniessen".
Der September ist einer meiner Lieblingsmonate, weil mein Lieblingsmensch dann seinen Geburtstag feiert und wir uns im September zum ersten Mal geküsst haben. Das war in den 80er noch der Start einer langen, bis heute andauernden Liebesgeschichte :-)
Sonniger Herbst im Oktober
Die schöne Umgebung zieht uns auf den Panoramaweg. Den Panoramaweg kennen wir auch in Zürich. Darum sind unsere Assoziationen gemütlich und entspannt. Erst um 11 Uhr machen wir uns auf den Weg und wissen noch nicht, dass wir erst um 8 Uhr abends nach über 30'000 Schritten wieder zu Hause sein werden. Der Weg führt uns über den Gubel bis zum Raten und dann hinunter zum See. In Morgarten nehmen wir (mittlerweile ziemlich müde...) das Postauto zurück zu unserem Schlafplatz. Der Herbst hat erst gestartet und die Fernsicht ist der Hammer.
Unterwegs sehen wir Rehe, Füchse und an einer idyllischen Feuerstelle "bröteln" wir unsere Cervelats auf (sehr) kleiner Flamme. Wieder wird uns schmerzlich bewusst, dass weder Tamara noch ich in unserer Jungend bei den Pfadfindern waren. Nach sehr viel Geduld wird der Cervelat dann doch noch warm...
Das trockene Herbstwetter ermöglicht uns mit Freunden und Familie unser Camping-Leben zu teilen und auch mal ein Chäsfondue auf dem Gasbrenner zu geniessen.
Panoramaweg - Teil 2 nehmen wir unter die Füsse und laufen über den Zugerberg nach Morgarten. Der Herbstwald zieht uns in den Bann und wir sind dankbar für die Zeit, die wir in der Natur verbringen dürfen.
Nun steht nur noch eine 10 km Wanderung an: Der Lorze entlang, bei der Höllgrotte vorbei nach Baar. Die Region rund um den Ägerisee begeistert uns und wir verstehen, dass auch Touristen hier gerne Ferien oder einen Halt auf der Durchreise machen. Der Reussgletscher hat das Ägerital nach der letzten Eiszeit geformt. Erst die Eisschmelze hat das Lorzetobel ins Gestein geschliffen (siehe Bild unten). Der Reussgletscher gehörte zum Röhn-Gletscherkomplex und reichte vom Gotthardmassiv bis ins Mittelland wo er Zungenbecken wie den Ägerisee hinterliess.
Ende Oktober zieht es uns in die Berge. Unser Ziel ist das Toggenburg, wo wir gute Freunde besuchen. Jeden Tag geniessen wir das atemberaubende Panorama auf die einzigartigen Gesteinsformationen. Unseren Camper parken wir direkt vor dem 200 jährigen Toggenburger Haus, in welchem scheinbar die Zeit stehen geblieben ist.

Dieses Gebirge ist durch die Kontinentalverschiebung entstanden. Die afrikanische und die europäische Platte haben sich gegen einander verschoben und das Gebirge geformt. Auf der Südseite, beim Walensee, hat der Rhein-Linthgletscher die Felsen abgetragen. Dieser Gletscher hat durch das Rheintal den Bodensee geformt und durch die Linthebene den Zürichsee geprägt. Noch heute zeugen die Berge über die gigantischen Gletschermassen.
November in Tsüri
Die Stadt Zürich liegt uns schon am Herzen. Darum geniessen wir jede Minute, um die schönen Orte in Zürich zu geniessen. Das sonnige Herbstwetter hält an und wir können trotz kühleren Temperaturen draussen sein.
Bis heute glaubte ich den Gerüchten, dass das Sechseläuten (Zünfte) die Fasnacht der Zürcher sei. Heute stellen wir fest, dass am 11.11., 11Uhr11 auch in Zürich einiges los ist.
Tsüri ist eine malerische Stadt. Apropos malerisch: In vielen Städten in Europa gibt es gute Graffitis. Hier in Zürich jedoch, nehmen meines Erachtens die Buchstabier-und Schreibversuche von sprayenden Menschen leider jährlich zu. Wäre toll, wenn die Liegenschaftsbesitzer hier vermehrt den Maler aufbieten könnten. Diese Veränderung fällt uns mehr auf, weil wir in 3-6 monatigen Abständen durch Zürich und Umgebung laufen. Weil es trotzdem so schön ist, bleiben wir im Storchen sitzen bis es Abend wird.

Im November feiern wir mit Freunden und Familie Geburtstag und Taufen. Gehen an Musicals und geniessen einen Brunch im Clouds mit einem weiteren Gutschein Geschenk. Der Brunch erhält von uns 5 Sterne und wir bleiben von 10 bis um 14 Uhr.
Zu unserer Überraschung haben wir noch Guthaben auf der Abschieds-Geschenkkarte meines vorletzten Arbeitgebers aus dem Jahr 2016. Das ermöglicht und neben dem Geschenk für eine Massage im Hürlimann Areal auch noch das Abendessen dort zu geniessen. Wir sind reich beschenkt und fühlen uns geliebt :-).
Dezember ist Weihnachtszeit
Endlich leuchtet die Lucy an der Bahnhofstrasse und die vielen Weihnachtsmärkte nehmen ihren Betrieb auf.
Tamara und ich lassen keinen Adventsmarkt aus und geniessen mit Freunden und Familie das rumschlendern und die frohen Lichter.
Der Weihnachtsmarkt in Einsiedeln hat mit dem Kloster und den Kerzen auf der Treppe eine besondere Schönheit. Wer jedoch gerne einen guten Glühwein trinken will, sollte unserer Meinung nach, dies im Dorf und nicht auf dem Klosterplatz einplanen. Nach mehreren Versuchen finden wir am Boden jedes Bechers mehrere ungeschmolzene Würfelzucker, aber leider keinen Weingeschmack. Tipp; nicht (nur) wegen dem "Glühwein" nach Einsiedeln reisen. Gott sei Dank sind wir mit Freunden dort und geniessen andere Leckereien am Markt.
Natürlich fehlt auch das traditionelle Guezle und Gritibänzle mit der Familie nicht.
Weihnachten: Es gibt 4 Biographien von Jesus. Lukas der Arzt hat seine Biographie im Lukasevangelium detailliert recherchiert und entsprechende Interviews mit Verwandten und Augenzeugen geführt. Darum ist dort die Weihnachtsgeschichte so detailliert überliefert. Es lohnt sich die Biographien des bekanntesten Menschen mit historischer Relevanz einmal zu lesen. Wer keine Bibel hat, kann dies auch online lesen auf www.bibelserver.com.
Tamara und ich freuen uns in 10 Tagen wieder auf die Reise zu gehen (obwohl der Abschied nicht immer nur leicht ist..). Zuerst fahren wir nach Malaga in eine Spanisch Schule und dann bis Ende April auf die Kanaren. Wir würden uns freuen, wenn du uns weiterhin auf der Reise begleitest und mit-verfolgst :-).
In der Zwischenzeit wünschen wir euch allen von Herzen nur das Beste!
"en guete Rutsch" und ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2026! :-)


























































































































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